Medizinisches Cannabis

Medizinisches Cannabis

Die Geschichte des Cannabis als Medikament

Cannabis Eistee, Cannabis Kaugummis, Cannabis Öl – Hanf wird heute in den verschiedensten Formen als Heilpflanze und Genussmittel eingesetzt. Das ist nichts Neues: Cannabis ist eine der ältesten Pflanzen der Menschheitsgeschichte und hat eine lange Tradition in der Verwendung als Heilmittel. In China wurde die erste Nutzung von Cannabis als Heilpflanze vor mehr als 2500 Jahren dokumentiert. Damit war China nicht alleine, auch im antiken Griechenland und im Römischen Reich wurde Cannabis zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen eingesetzt. Europa und Großbritannien kannten Medikamente auf Cannabis-Basis ab dem Mittelalter.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlangte Cannabis in Europa einen kontroversen Ruf. Viele Experten sahen in der Pflanze eine vielversprechende Option für neue Therapien, während andere sie als Droge denunzierten. Auch in der Schweiz wurde der Nutzen von Cannabis im Laufe der Zeit immer wieder stark debattiert. Erst im Jahr 2017 wurde hier das Gesetz „Cannabis als Medizin“ eingeführt, das die Verwendung von medizinischem Cannabis unter strengen Bedingungen ermöglicht, 2022 wurden weitere Gesetzeslockerungen erlassen.

Die Anwendung von medizinischem Cannabis

Bei verschiedensten Krankheiten wie Krebs, Epilepsie, Rheuma, Arthrose und Multipler Sklerose kann Cannabis zur Schmerzlinderung beitragen. Allgemein werden chronische Schmerzen in der Medizin gerne mit Cannabis behandelt. Die bekanntesten medizinischen Wirkstoffe der Cannabispflanze sind die Cannabinoide Cannabidiol (CBD) und Tetrahydrocannabinol (THC). THC hat eine berauschende und psychoaktive Wirkung, während CBD keine psychotropische Wirkung aufweist. Die unterschiedlichen medizinischen Nutzen von Cannabis sind jedoch noch nicht vollständig erforscht. Belegt ist, dass THC und CBD an die CB1- und CB2-Rezeptoren des menschlichen Endocannabinoid-Systems andocken können. Diese Rezeptoren finden sich im gesamten Körper, daher kann die Anwendung von Cannabisprodukten bei körperlichen und mentalen Beschwerden erfolgreich sein.

Medizinisches Cannabis in der Schweiz

Am 1. August 2022 tritt die Revision des Betäubungsmittelrechts in Kraft, welche die Liberalisierung von medizinischem Cannabis bezweckt. Im Zentrum der Revision steht einerseits die Aufhebung des gesetzlichen Verkehrsverbots für Betäubungsmittel des Wirkungstyps Cannabis zu medizinischen Zwecken, welche in einem separaten Legal Update beleuchtet wird, sowie andererseits ein zweistufiges Bewilligungsverfahren für deren Anbau, welches im Fokus dieser Legalisierung steht. Der Verkauf und Konsum von Cannabis für nicht-medizinische Zwecke bleibt dagegen verboten.

Anwendungsgebiete der verschiedenen Sorten

Das Bewilligungsverfahren

Die Legalisierung von medizinischem Cannabis in der Schweiz unterliegt strengen Auflagen, beispielsweise wird für jeden Anbau von Cannabis für medizinische Zwecke eine Bewilligung benötigt. Die Bewilligung ist jeweils auf maximal 12 Monate befristet und ist auf einen spezifischen Auftraggeber beschränkt. Sweed Medical produziert dementsprechend genau die Menge an medizinischen Cannabis, die in Auftrag gegeben wird. Neben der Anbaubewilligung benötigt man auch eine Betriebsbewilligung für den Anbau. Diese wird erteilt, wenn die Gesuchstellerin im Handelsregister eingetragen ist, die richtige Lagerung des Cannabis sichergestellt ist und eine verantwortliche Person ernannt ist. Zudem müssen Maßnahmen für ausreichenden Schutz vor Diebstahl und zur Verhinderung zweckwidriger Verwendung der angebauten Pflanzen getroffen wurden. Nur wenn all diese genannten Kriterien erfüllt sind, wird eine Anbaubewilligung erteilt.

Die Datenerhebung

Wie wird sich die Nutzung von medizinischem Cannabis nach der Legalisierung entwickeln? Um diese Entwicklungen zu beobachten, wird eine begleitende Datenerhebung durchgeführt. Ärztinnen und Ärzte, die Cannabis verschreiben, sind verpflichtet, dem BAG während der ersten Jahre nach der Gesetzesänderung Angaben zur Behandlung zu übermitteln. Die Datenerhebung wird als Grundlage für die wissenschaftliche Untersuchung der Legalisierung dienen und den verschreibenden Ärztinnen und Ärzten eine Orientierungshilfe geben.

Die Kostenvergütung von Cannabis Arzneimitteln

Behandlungen mit medizinischem Cannabis werden derzeit nur in Ausnahmefällen von der obligatorischen Krankenversicherung übernommen. Der Bundesrat hat geprüft, ob es Handlungsbedarf gibt. Er hat entschieden, dass die vorliegenden Studien zur Wirksamkeit von Cannabisarzneimitteln im Moment noch zu wenige sind für eine abdeckende Kostenübernahme. Es braucht weitere und bessere Studien, welche aber auch aktuell gemacht werden.

Marktpotenzial Cannabis Medizinprodukte für Apotheken

Cannabismedizinprodukte beherbergen ein grosses Marktpotenzial für interessierte Apotheken. Die starke Nachfrage der Kund*innen nach natürlichen Heilmitteln, sowie die exponentiell ansteigenden Stresserkrankungen, machen Cannabis zu einer beliebten Behandlungsoption. Das bestmögliche Ergebnis sowie die höchste Kund*innenzufriedenheit wird natürlich durch die fachkompetente Beratung und Begleitung der Apotheke des Vertrauens ermöglicht. Zu den vielen Vorteilen der Cannabismedizinprodukte gehören ihr breiter Anwendungsbereich sowie ihre 100 % Natürlichkeit. Konsequenterweise steigt auch die Nachfrage nach medizinischem Cannabis für Apotheken kontinuierlich. Bei Sweed Medical wird das Produkt von Anfang bis zum Schluss in der Schweiz unter der Anwendung von höchstem Qualitätsstandard hergestellt.

Fazit

Die Legalisierung von medizinischem Cannabis im Jahr 2022 in der Schweiz ist ein wichtiger Schritt. Die Cannabisarzneimittel helfen mit, Patienten mit schweren Erkrankungen besser zu versorgen. Wie, und mit welchen Kosten Cannabis in der Zukunft verschrieben wird, hängt von den Ergebnissen dieser ersten Phase der Legalisierung ab. Wir sind uns sicher, dass medizinisches Cannabis ein erfolgreiches Arzneimittel der Zukunft ist!